Fibel

So war es einmal .............Anklicken für Vollbildmodus Geschichte

Das Friesenpferd ist einmalig, und man kann mit Recht auf diese Rasse stolz sein. Es stammt ab von einer sehr alten Rasse, die früher in ganz West-Europa vorkam. Es ist die einzige inländische Pferderasse, welche die Niederlande besitzt. Historisch gesehen stand das Friesenpferd verschiedene Male unter dem Einfluss von orientalischem Blut, und es ist mehrere Male in seinem Fortbestand bedroht gewesen. Es ist nur der Zähigkeit und den nie nachlassenden Ergeiz des echten Liebhabers zu verdanken, dass man bis auf den heutigen Tag noch das Friesenpferd mit all seinen Aspekten genießen kann. Friesische Pferde wurden bereits in den Schriften von Cäsar und Tacitus erwähnt und schon von den Römern in England eingeführt. Im Mittelalter wurde Friesland bekannt durch die Zucht eines "großen und schweren Ritterpferdes". Im 16. Und 17. Jahrhundert wurde die Landeszucht in den Niederlanden durch Einkreuzung iberischer Pferde veredelt. Während der Barockzeit wurden Friesen in berühmten Gestüten und an Fürstenhöfen Europas gezüchtet, so im dänischen Gestüt Frederiksborg und im Gestüt des Erzbischofs von Salzburg. Da Friesenpferde auch in der Landwirtschaft Verwendung fanden, verlagerte sich ihre Zucht im Laufe der Zeit von den fürstlichen Gestüten auf niederländische Bauern, die sie schließlich zweimal (1896 und 1913) vor dem Aussterben bewahrten.

Friesen haben viel Bewegung, anklicken für Vollbildmodus Aussehen (Kennzeichen)

Die schwarze Farbe drückt ohne Frage bei der ersten Bekanntschaft dem Friesenpferd ihren Stempel auf. Früher kamen auch Braune und Schimmel vor. Inzwischen sind sie allein schwarz und als einzigstes Abzeichen ist höchstens eine Flocke auf der Stirn erlaubt. Andere ins Auge springende Kennzeichen sind den edlen Kopf mit kleinen Ohren, ausdrucksvollen Augen, leicht gespaltener, abfallender Kruppe, die lange volle Mähne, der tief angesetzte üppige Schweif und der großzügige Kötenbehang am Bein.

Friesen sind Leistungsvoll, anklicken für Vollbildmodus  Gebrauch

Das Friesenpferd kann sich eines breiten Interessens erfreuen. Es verbindet Temperament mit Ehrlichkeit, hat einen freundlichen Charakter, ist anhänglich und besitzt eine vorbildliche Nervenstarke. Die glänzende schwarze Decke, der wehende Schweif, die herrliche Mähne und der vornehme, aufrechte Gang gibt einen imponierenden Anblick. Dieses Schautalent hat das Friesenpferd von Natur aus.

Friesische Tradition, anklicken für Vollbildmodus Fahren mit Friesen.

Ziel des Fahrens ist, im Trab bei ausreichender Schnelligkeit das optimale Schauvermögen der Pferde zu zeigen. Mit großer erhabener Bewegung aus der Schulter heraus und einem guten Schub aus der Hinterhand, müssen sie im Gleichmaß gehen. Das Ganze muss eine lebendige Harmonie ausstrahlen, mit den Ohren freundlich und aufmerksam nach vorn. Angespannt wird als Schaunummer meistens mit der Sjees gefahren, sowohl einspännig, zweispännig wie auch mit Tandem. Auch Fahren vor dem Marathonwagen erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Das Fahren von Ein- und Mehrspännern mit Friesen hat in den letzten Jahren eine große Zunahme erfahren. Die schwere internationale Turnierarbeit ist aber nur für einzelne zu machen. Viele finden Entspannung in der Freizeit zu fahren. Wer seine Fahrkunst perfektionieren und mit der von anderen messen will, informiere sich beim Landesverband für Reiten und Fahren.

Friesen sind sehr gute Dressurpferde, anklicken für Vollbildmodus Unter dem Sattel

Das Friesenpferd hat von Natur aus eine gute Anlage zur Dressur. Die Basis hierzu liegt in seiner Intelligenz, Lernbegierigkeit und Bereitschaft zur Präsentation. Der angenehme Karakter und die Sanftmütigkeit sind Eigenschaften, die das Friesenpferd sowohl für Turniere als auch zur Entspannung im Freizeitvergnügen zu einem reizvollen Reitpferd machen.

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